Jugend, Familien, …

 

II Jugend-, Familien- und seniorenfreundlicher Landkreis Hildesheim

Jugend und Familie:

Auch hier stellen wir uns in der konkreten politischen Arbeit den demographischen Herausforderungen, die auf uns zu kommen.

Familien in ihren vielfältigen Ausprägungen sollen auch in Zukunft die Kerngemeinschaften bilden, in denen Menschen unterschiedlicher Generationen ihre soziale Prägung erfahren. Sie sind gleichzeitig Grundlage für die Vermittlung von Werten und Fähigkeiten sowie ein gutes Aufwachsen und Hineinwachsen unserer Kinder und Jugendlichen in unsere Gesellschaft.

Damit Familien sowie alleinerziehende Mütter und Väter diese Aufgaben trotz zunehmender Belastung durch Beruf und gesellschaftliche Herausforderungen erfüllen können, bedürfen sie der nachhaltigen Unterstützung durch die öffentliche Hand. Wir werden weiterhin ein besonderes Augenmerk auf die bestehenden und künftigen Betreuungsangebote sowie die Versorgung mit Krippen- und Hortplätzen legen, um diese bedarfsgerecht ausbauen zu können.

Die Mittel für Jugendhilfe wollen wir zielgenau und effektiv einsetzen. Sie fließen weiterhin schwerpunktmäßig in präventive Projekte. Die begonnene Präventionsarbeit in der Jugendhilfe zum Wohle der Jugendlichen sowie der Familien muss zwingend fortgesetzt werden. Allerdings bedürfen diese kostenintensiven Bemühungen auch einem Controlling, der die tatsächlichen und zukunftsträchtigen Einsparungen der jeweiligen Maßnahmen begleitend kommentiert.

Der Sinn und die Ausführungsqualität einzelner Maßnahmen muss kritisch hinterfragt werden und wenn die Akzeptanz des Projekts negativ verläuft, muss entsprechend gegengesteuert werden.

Die vorhandenen Jugendeinrichtungen leisten hervorragende Arbeit, die hoher Anerkennung verdient. Auch in der Zukunft soll diese gefördert aber auch kritisch begleitet werden. Wir können es uns nicht leisten, Doppelstrukturen zu fördern, Aufgaben die der Kreis wahrnimmt, müssen nicht Dritte zusätzlich leisten und umgekehrt. Eine intelligente und vernetzte Jugendhilfeplanung ist hierfür unerläss
ich.
Die Themen Alkohol-, Drogen- und Spielsucht werden weiterhin Themenschwerpunkte der politischen Arbeit des Kreistages und seiner Gremien sein. Die CDU wird hierzu wirksame und präventive Programme mit entsprechender Wirkung erarbeiten.

Einen weiteren Schwerpunkt der jugendpolitischen Arbeit nimmt der Jugendgewaltbereich ein. Hierzu sind sowohl die Gewalt unter Jugendlichen wie auch die Gewalt an Jugendlichen sowie der sexuelle Missbrauch von Kindern und Jugendlichen einzubeziehen. Alle notwendigen Maßnahmen zur Verhinderung künftiger Gewalt gegen Jugendliche und Kinder findet die Zustimmung der CDU.

Jugendhilfepolitik der CDU ist stets geprägt vom Austausch und der Unterstützung der Jugendeinrichtungen sowie der sozialen und caritativen Einrichtungen. So ist insbesondere die dezentrale Wahrnehmung der Aufgaben der Jugendhilfe aus unserer Sicht von großem Nutzen. Die so gewonnene Bürgernähe führt zu effektiverer und effizienterer Arbeit. Die CDU fordert daher eine weitere Optimierung der Jugendhilfe.

Darüber hinaus ist eine transparente Zusammenarbeit zwischen Jugendamt und freien Trägern zwingend erforderlich. Die CDU möchte das Wissen und das Engagement der freien Träger im Rahmen der Wirtschaftlichkeit effektiv nutzen. Dabei setzen wir auf den Einsatz von Fachpersonal. Wir unterstützen die Selbstkontrolle der Jugendämter und setzen uns gleichermaßen für ein übergeordnetes Controlling ein. Dies gilt insbesondere auch für die Zusammenarbeit mit anderen Trägern der Jugendhilfe.

Jugendpflegearbeit funktioniert nur mit qualifizierten und engagierten Mitarbeitern. Unser Ziel ist es die Qualität und die Vergleichbarkeit der Arbeit unseres Jugendamtes zu steigern. Das Fachpersonal muss daher verpflichtet werden, regelmäßig an Fortbildungen teilzunehmen. Darüber hinaus ist anzustreben, dass die Jugendamtsmitarbeiter an regelmäßigen Supervisionssitzungen teilnehmen.

Jugendpflege bedeutet aber auch begleitende und unterstützende Elternarbeit. Manchen Eltern muss ihre elterliche Verantwortung bewusst gemacht werden, um diese auch wahrzunehmen und zu stärken. Der erste und wichtigste Bildungsort für Kinder und Jugendliche ist die Familie. Hier erwerben Kinder im täglichen Miteinander grundlegende sprachliche und soziale Fähigkeiten sowie ein stetes Training des kindlichen Denkvermögens. Wie Familienmitglieder miteinander umgehen, was Eltern ihren Kindern vorleben, welche Strukturen, Gewohnheiten und Werte das Familienleben prägen, entscheidet in erheblichem Maße über die Chancen und Entwicklungsperspektiven von Kindern. So ist es das Ziel der CDU den Kindern und Jugendlichen eine werteorientierte und persönlichkeitsbildende Erziehung zu ermöglichen. Nach unserer Auffassung gibt es keine Bildung ohne Erziehung und keine Erziehung ohne Werte. Die CDU steht für eine Gesellschaft, in der Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit gelebt werden. Wir treten daher für die Vermittlung christlicher Werte ein.

Allen Kindern zu fairen Chancen zu verhelfen heißt, Eltern die Hilfe zu geben, die sie brauchen. Dies kann nur durch Hilfsangebote funktionieren, für die keine bürokratischen Hürden überwunden werden müssen. Das Jugendamt muss vertrauensvoller Partner der Eltern sein. So können Erziehungspartnerschaften zwischen Eltern einerseits sowie den Angeboten der Tagesbetreuung und Einrichtungen der Jugendhilfe andererseits entstehen.

Die CDU setzt sich außerdem für eine Förderung der verbandlichen und offenen Jugendarbeit ein. Die vorhandene vielfältige Jugendarbeit in den Jugendverbänden, Jugendringen der offenen Jugendarbeit, der kommunalen Jugendarbeit sowie in den Jugendbildungsstätten ist ein Erfolgsmodell.

Der bisherige Grundsatz „Ambulant vor Stationär“ hat für die CDU weiterhin Gültigkeit. Das Gewinnen von Pflegefamilien hat stets Vorrang gegenüber einer Heimunterbringung von Jugendlichen. Wir etablieren frühe, schnelle und unbürokratische Hilfezugänge durch qualifizierte Leistungsangebote.

Die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit und die Qualifizierung für eine Berufsausbildung ist ein weiteres jugendpolitisches Kernthema unserer künftigen Arbeit im Kreistag.

Initiativen des Landkreises gemeinsam mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft HiReg können helfen, weitere Ausbildungsanreize für die Unternehmen in unserer Region zu erarbeiten. Fachkräftemangel ist inzwischen kein Fremdwort mehr. Hier sieht die CDU eine sinnvolle Jugendpolitik darin, auch Bereiche wie Wirtschaftsförderung und, Integration mit einzubeziehen.

Im Landkreis Hildesheim kommen weniger Kinder zur Welt als für eine stabile Bevölkerungsentwicklung notwendig sind. Die Kommunalpolitik der CDU ist ausgerichtet auf einen Kinder- und familienfreundlichen Landkreis Hildesheim. Sie hat dabei die Bedürfnisse und Wünsche aller Kinder, Jugendlichen und Familien im Blick, auch die potentiellen Problemfelder. Für die soziale Einheit Familie müssen vorrangig gesunde Lebens-, Arbeits- und Freizeitbedingungen sichergestellt werden.

Nach unserem Politikverständnis sollen Mütter und Väter sich frei für ihren persönlichen Lebensentwurf entscheiden können. Die klassische Rollenverteilung als auch neue Lebensmodelle müssen daher gesellschaftlich anerkannt sein.

Dafür sind ein familienfreundliches Klima in der Gesellschaft sowie die bestmögliche Vereinbarkeit von Kindererziehung und Beruf notwendig. Nur dann emtscheiden sich Frauen und Männer für Kinder,. Der wesentliche Teil der Erziehung geschieht in unseren Familien. Dennoch muss die Politik den Rahmen für den Ausbau von Betreuungsangeboten schaffen und dabei auf größtmögliche Flexibilität achten. Ausreichende und bezahlbare Krippen-, Kindergarten- und Hortplätze sind notwendig. Weiterhin setzt die CDU auf die Förderung von Tagesmüttern bzw. Tagesvätern. Die steigende Zahl von Ganztagsschulen trägt den Bedürfnissen von Familien mit zwei Erwerbstätigen oder von Alleinerziehenden Rechnung. Leistungsfähige Jugendhilfe-Stationen ergänzen dieses System.

Ein Sinneswandel ist aber auch im Arbeitsleben notwendig. Flexiblere Arbeitszeiten, einen besseren Wiedereinstieg in den Beruf nach der Babypause, mehr Home Office Arbeitsplätze und Betriebskindergärten wären wünschenswert. Große Flexibilität ermöglicht den Eltern Qualifikation und Arbeitsaufnahme und sichert somit die wirtschaftliche Unabhängigkeit. Soweit der Landkreis hierzu beitragen kann, wird die CDU sich dafür einsetzen.

Die CDU will künftig eine intensive Kooperation zwischen Familien, Politik und Wirtschaft/Handwerk initiieren, um die berechtigten Interessen der Beteiligten zusammenzuführen.

Bei aller Intention zur Jugend- und Familienhilfe fühlt sich die CDU dem Ziel verpflichtet, junge Menschen zu befähigen, selbstständig und eigenverantwortlich zu handeln, das Leben als Chance zu begreifen und einen Platz in der Gesellschaft und im Beruf zu finden. Wir vertrauen auf die Fähigkeit und Bereitschaft aller Menschen, ihre Angelegenheiten selbst in die Hand zu nehmen. Neben gezielter Unterstützung soll, wo immer es geht, auch Hilfe zur Selbsthilfe angeboten werden.

 

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