Soziales & Sicherheit

 

IV Der Mensch im Mittelpunkt – Aktive Bürger, Unterstützung, Sicherheit und GesundheitAktive Bürger
Wir brauchen das ehrenamtliche Engagement der Menschen und wollen dies weiter fördern und aktivieren. Insbesondere die sozialen Beratungs- und Unterstützungsangebote in den Regionen des Kreises wollen wir erhalten und ihre Wirksamkeit und Vernetzung im Rahmen der Möglichkeiten verbessern.

Für die CDU im Landkreis Hildesheim steht das Ehrenamt in den unterschiedlichsten gesellschafts-politischen Bereichen stets im Vordergrund. Das Engagement der „Ehrenamtlichen“ auch beim Namen zu nennen ist uns ein besonderes Anliegen und seit vielen Jahren unser Alleinstellungmerkmal im Landkreis Hildesheim. Einmal im Jahr vergeben wir als besondere Wertschätzung für eine herausragende ehrenamtliche Arbeit einen Ehrenamtspreis. Diese positive Arbeit werden wir fortsetzen.

Handlungsbedarf sehen wir bei der wirksamen Umsetzung der Ehrenamtscard. Wir wollen das die Ehrenamtscard flächendeckend in unserem Landkreis Hildesheim eingeführt wird, so dass ehrenamtlich Tätige verschiedene Vergünstigungen von Leistungen des Landkreises bzw. vor allem der Kommunen erhalten.

Die CDU hat dieses Projekt für den Landkreis Hildesheim initiiert und wird hier weiter federführend sein. Ohne starkes ehrenamtliches Engagement in den unterschiedlichsten Lebensbereichen ist der Landkreis aus unserer Sicht auf Dauer nicht überlebensfähig. Deshalb wollen wir das Ehrenamt wirkungsvoll stärken und zudem durch die weitere Einrichtung von Freiwilligendiensten unterstützen.

Darüber hinaus hält die CDU das ehrenamtliche Engagement in Sportvereinen für unverzichtbar und setzt sich für die Förderung des Breitensports ein.

Unterstützung in besonderen Lebenslagen

Um die sozialen Beratungs- und Unterstützungsangebote wie z.B. in der Schuldner- und in der Suchtberatung in unserem Landkreis aufrechterhalten zu können, muss deren Wirksamkeit weiter gesteigert und die Abstimmung der Angebote in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Trägern intensiviert werden. Suchtkrankheiten entfachen Spiralwirkungen, die oftmals beispielsweise in bodenloser Verschuldung ihr Ende finden. Die Ausweitung präventiven Handelns ist hier aus Sicht der CDU geboten.

Sozialhilfeleistungen jeder Art sind keine Almosen, sondern ein verbrieftes Recht der Bürger. Gerade deshalb ist es erforderlich, die vorhandenen Mittel für diejenigen Menschen zu sichern, die sie wirklich benötigen. Die CDU setzt sich deshalb für eine stringente und effektive Bekämpfung des Sozialbetruges ein.

Wir treten für eine Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen am gesellschaftlichen Leben ein. Der Ausbau sowie eine bessere Vernetzung von Angeboten für behinderte Menschen muss zwingendes Anliegen des Landkreises sein. Die Behindertenhilfe leistet hierzu bereits wichtige Beiträge, die wir auch in Zukunft unterstützen. Mit den bestehenden Einrichtungen der Behindertenhilfe wird mit der entsprechenden Unterstützung der Städte und Gemeinden sowie der kommunalen Gesellschaften und Trägern caritativer Belange ein flächendeckendes Arbeitsplatzangebot für Menschen mit Behinderungen angestrebt.

Integration

Der Erwerb der deutschen Sprache und Kerninformationen zu unserem Land sind Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Integration.

Für die praktische Arbeit zur Integration von Migranten soll die Ausweitung von Sprachkursen und Projekten zur partnerschaftlichen Begleitung sowie verstärkter Zusammenarbeit mit Vereinen und gesellschaftlichen Gruppen gestärkt werden.

Wir fordern aber auch die Bereitschaft der Menschen, die hier auf Dauer leben wollen, ein, sich zu integrieren . Die CDU wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass der Landkreis gegen Integrationsverweigerer auch spürbar vorgeht. Wir müssen die Bildung von Parallelgesell-schaften verhindern.

Daher befürworten wir die Arbeit des Migrationsbeirates, halten aber eine weitere Professionalisierung für dringend erforderlich.

Sicherheit

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren leisten vorbildlichen ehrenamtlichen Einsatz. Die Voraussetzungen für diese wichtige Aufgabe gilt es zu erhalten, Angebote in den Standorten attraktiver zu gestalten und auszubauen. Nur so können auch neue Mitglieder gewonnen werden, die bereit sind durch ihren ehrenamtlichen Dienst zum wirkungsvollen Schutz der Bevölkerung beizutragen.

Das gleiche gilt für den Rettungsdienst und den Katastrophenschutz. Hier setzen wir weiterhin auf die Hilfsorganisationen vor Ort wie das DRK, die Johanniter, die Malteser, die DLRG und dem THW. Diese Einrichtungen und ihre Standorte werden von der CDU positiv begleitet.

Gesundheit, Krankenhauslandschaft

Die gute und wohnortnahe medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Hildesheim ist ein wichtiges Anliegen der CDU.

Der Landkreis muss nach allen Kräften helfen, dass Dichte und Qualität der medizinischen Versorgung durch niedergelassene Ärzte erhalten bleiben. Dazu ist auch die Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern sinnvoll. Um die Nachfolge bei Praxiswechseln zu sichern, sind frühzeitige Anstrengungen auch seitens der Kommunen wichtig. Der Landkreis muss hierbei unterstützen.

Der Landkreis Hildesheim trägt die Verantwortung für eine ausreichende Versorgung der Kreisbevölkerung im Krankenhausbereich. Eine Verpflichtung, selbst Krankenhäuser zu unterhalten, besteht dagegen nicht.
Die Kapazitäten der beiden großen Hildesheimer Kliniken reichen zwar grundsätzlich aus, durch den geographischen Zuschnitt unseres Landkreises ist allerdings zur akuten Verso
gung gerade im ländlichen Bereich ein weiteres Angebot sinnvoll.
Daher steht die CDU für den Erhalt darüber hinaus bestehender lokalen Lösungen. Dies haben wir mit dem Weiterbetrieb des Krankenhauses Alfeld in neuer Trägerschaft sowie dem Johanniter-Krankenhaus in Gronau in unserem Landkreis mehr als deutlich gemacht. Somit wird auch in der Fläche eine gute Krankenhausstruktur gesichert.
Die Lungenklinik Diekholzen mit ihrer speziellen Fachausrichtung ist weit über die Grenzen unseres Landkreises anerkannt. Die Vorhaltung einer derartigen Fachklinik ist grundsätzlich aber nicht die Aufgabe eines Landkreises.
Mit dem von der CDU eingeleiteten Wandel hin zur Rechtsform der GmbH ist diese Klinik entsprechend flexibel aufgestellt, um möglicherweise drohenden Konkurrenzsituationen effektiv begegnen zu können. Die Verantwortung gegenüber dem engagierten Personal sowie für den Standort Diekholzen ist allerdings immens. Dieser Verantwortung stellt sich die CDU.
Wie schnell kommunale Träger von Kliniken bei zu langem Warten in schwierige Verhandlungsposition geraten können, zeigte eindrucksvoll das Beispiel der Leine-Berglandklinik in Alfeld. Ähnliches wollen wir künftig vermeiden.

Wir wollen eine wirkungsvolle Verbesserung der Versorgungssituation von Demenzkranken und die Unterstützung ihrer pflegenden Angehörigen erreichen. Hierzu kann die Einrichtung von Demenzforen im Landkreis Hildesheim die notwendige Basis bilden.

Zudem wollen wir, dass die Hospiz- und Palliativversorgung ebenfalls weiter ausgebaut wird.

 

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