Rettungsdienst im Landkreis Hildesheim

Pressemitteilung der CDU-Kreistagsfraktion

Hildesheim, 06.05.2026

Rettungsdienst im Landkreis Hildesheim

In weiten Teilen des Landkreises Hildesheim wird in Notfällen die Hilfsfrist von 15 Minuten seit Jahren nicht erreicht. Zudem hat es Ende letzten Jahres drei Notfalleinsätze gegeben, zu denen die CDU-Kreistagsfraktion Aufklärung darüber verlangt,

  • warum am 27.12.2025 für das Opfer eines Sturzunfalls mit Schädelfraktur überhaupt kein Rettungsmittel eingesetzt wurde,
  • warum am 14.10.2025 bei einem Patienten mit stärksten Schmerzen (der kurz nach der Übergabe im Krankenhaus verstarb) nicht zeitnah der dafür vorgeschriebene und ausgestattete Rettungswagen (RTW), sondern lediglich ein Notfallkrankenwagen (NKTW) eingesetzt wurde,
  • warum am 21.10.2025 bei einem lebensbedrohlich Erkrankten nicht zeitnah der dafür vorgeschriebene RTW, sondern lediglich ein NKTW eingesetzt wurde.

Da sich die Fraktion bei der Aufklärung dieser Fälle seit vielen Monaten behindert sieht, hat sie sich mit u.a. Schreiben vom 26.03.2026  mit der Bitte um Unterstützung an die Landesregierung gewandt.

2026_03_26_Schreiben an_MI_MP_StA_CDU_MJ_NEU

Diese Bitte war bisher erfolglos und nach wie vor ist offen, welche Ermittlungen seitens der Staatsanwaltschaft durchgeführt worden sind. Daher ist in der letzten Sitzung der CDU-Kreistagsfraktion beschlossen worden, durch weitergehende Maßnahmen auf eine Aufklärung der in Rede stehenden Fälle und ausreichende Leistungen des Rettungsdienstes  in allen Teilen des Landkreises hinzuwirken.

Von der CDU-Kreistagsfraktion wird jede auch nur dahingehend mögliche Entwicklung abgelehnt, dass zukünftig eine KI, Matrix oder sonstige Software darüber entscheidet, ob in Notfällen ein Rettungswagen oder Notarzt kommt oder nicht. Diese Entscheidungen müssen zweifelsfrei in der Hand von Menschen bleiben.

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